Eurofolkdiary Part 1

So Kinners,
es ist wieder soweit…nächste Woche um diese Zeit ist dann der letzte Tag des diesjährigen Festivals angebrochen.
Ich hoffe Ihr erscheint zahlreich, denn dieses Jahr feiern wir 4 Tage lang das 40jährige Bestehen eines der schönsten Festivals.
Das Line-Up steht und kann unter www.eurofolkfestival.de eingesehen werden,
sowohl viele Wegbegleiter und alte Bekannte als auch viele junge und vielversprechende Acts werden dieses Jahr auf der Bühne stehen.
Dazu werden Euch im Nachtprogramm Archivmaterialen in Form von Fotos, Artikeln und Videos präsentiert um die Entwicklung des Festivals über 40 Jahre zu zeigen.
Also seit gespannt!

Ich pack jetzt meine Sachen und werde mal Richtung Ingelheim aufbrechen, es gibt noch einiges vorzubereiten bis Donnerstag!

Analogie

Aus aktuellem Anlass hab ich mir mal so meine (nicht ganz ernsten) Gedanken über diese ewige Analog vs. Digital Diskussion gemacht.

War das früher nicht irgendwie schön?
Riesige Schlachtschiffe, die begleitet von dem Geräusch kapitulierender Bandscheiben mit 20 Mann in Position gebracht wurden.
PSU’s deren Abwärme die Temperatur am FoH- oder Monitorplatz konstant bei 40 Grad halten, Sommer wie Winter und Draußen wie Drinnen?
Kühlschrankgroße Sideracks mit dem feinsten Outboardschätzchen.
Wild blinkende LED’s und VU-Meter die unbedarfte Laien anziehen wie die Fliegen….”Des sinn abber viele Knöppcher und Schalder!”
Die durch ihre schiere Größe jedem Mischer ein Gefühl von Sicherheit vermitteln und den FoH wie eine mittelalterliche Burg wirken lassen.
Besetzt von edlen Rittern die mit finsterem Blick und hastigen Bewegungen während des Gigs sowohl die komplette Technik zähmen als auch ein wahres Brett an Sound aus dem System zaubern.
Waren das noch Zeiten wo das Toolcase neben dem Transport von wichtigen Utensilien wie Lötkolben, Deskcharts (speichern ging ja nicht) und Multimeter,
als Trittleiter diente da Menschen unter 1,90m bei den großen Konsolen nur unter großen Anstrengungen an die Gain-Regler kamen oder Insert’s stecken konnten.
Vorbei die Zeiten der stundenlangen Fehlersuche, da im Dynamicsrack ein Kabel vertauscht oder ein Netzteil abgeraucht ist.
Oder hat sich mal in den letzten Jahren jemand Gedanken gemacht wie die Belegung der Inserts ist?

Softwareprobleme?

Kannten wir nicht, wir hatten immer nen Haufen Inputmodule und die doppelte oder dreifache Anzahl an PSU’s dabei.
Wer kann sich noch an die schöne Zeit erinnern wo die defekte Main-PSU die Havarie gleich mit ins Verderben reißt
und nach lakonischem Achselzucken einfach das zweite PSU-Rack, mit 4 Mann ausm Truck geholt wird?
Oder kratzende Potis und Fader? Da musste man noch wirklich abwägen ob man wirklich dreht oder schiebt…
Fetter Sound kein Problem…Peak-LED’s und Meter’s zeigten uns doch nur das die Konsole am Limit war und es jetzt erst richtig geil wurde.
War doch geil, tapfere Männer hinter ihren riesigen Geräten, die mit vollem Körpereinsatz am Sound schraubten und hofften das zum Abbau
noch genug Hands da sind um vor Geschäftsschluss noch irgendwo nen Bier zu ergattern.

Und jetzt?
Wir heben das Pult zu zweit, im Notfall auch zu viert entspannt an Position.
Ziehen eine dünne Strippe zum Stagerack.
Haben endlich auch mal Platz am FoH für Kaffeemaschinen, Fernseher, Hängematten, Laptops und nette Gesellschaft.
Im Toolcase findet man nun immer eine riesige Sammlung an USB-Sticks, Speicherkarten und auf dem Laptop
die aktuellsten Softwaregimmicks oder einfach nur mal nen guten Kinofilm.
Jeden Tag haben wir statt körperlicher Anstrengungen seelischen Stress.
Das wohlige Gefühl einer gewissen Unsicherheit ob uns heute die Konsole einen entspannten Gig beschert.
Wir freuen uns schon auf die von den tollen Fahrkarten-Automaten übernommenen Touchscreens, und packen den Bleistift mit Radiergummi am Ende aus,
da wir sonst jedesmal von der digitalen Technik wurstiger Finger angeklagt werden.
Ob wirs diesmal schaffen unser mühsam vorbereitetes Setup ohne größere Probleme ins Pult zu laden, oder ob wir mit fröhlichem Grinsen das komplette Routing abschießen.
Ob die CPU den Hitzetod stirbt oder ob wir zwar Arbeiten, aber aufgrund der Sommersonne leider nicht erkennen können welchen Kanal wir selektiert haben
und ob wir überhaupt am richtigen Regler drehen weil das Display einfach zu wenig Kontrast bietet.

Aber immerhin, die Bandscheiben bleiben geschont und unsere einzige Sorge gilt dem Headroom der Preamps.
Digitales Clipping klingt selbst auf der Gitarre scheiße.

Nachdem dann alles steht und der Soundcheck gemacht wurde, stellen wir entsetzt fest, das der Kollege der Band vor uns leider alles überschrieben hat
und der FoH-Betreuer spontan die Konsole geupdatet hat. Unser File lädt nicht mehr und wir fangen dann doch wieder von Null an.
Egal wir haben ja nur 48 Inputs auf mehreren Layer, da 16 Fader einfach weniger Platz wegnehmen und mehr Space für wichtige Dinge,
wie Aschenbecher, Bier und nette Gesellschaft bleibt.
Beim Umschalten sterben der Fader insgesamt 8 Stück, da die Motoren den Festivalstaub gefressen haben.

Kurz vor dem Höhepunkt des Sets beenden wir den Gig mit einem der klassischen Spezialeffekte….
Ein lautes “PLOPP” und wir booten unter wüsten Beschimpfung des Publikums die Konsole neu.
Nach einem weiterem Ohren betäubenden Knall bringen wir den Gig doch noch zu Ende.

Der Betreuer stellt noch fassungslos fest, dass wir von den 400 Dynamics, 200 FX-Engines und 20 Specials,
doch nur das nötigste verwendet haben.
Auch ist ihm völlig unverständlich warum wir die 31-Bänder in jedem Kanal vernachlässigt und doch lieber mit 4 Bändern gearbeitet haben.
Nach dem Gig, klappen wir unseren Koffer und den Laptop zu.
Der Verbrauch von Tape hält sich auch in Grenzen, da wir ja in jedem Kanal LCD’s haben die uns die Beschriftung ersparen.
Sofern unser Setup geladen wurde….

Naja ist ja schon geil, Fader die sich wie von Geisterhand bewegen und riesige Displays die im Notfall auch zum DVD schauen genutzt werden können.

Und der wichtigste Punkt:
Wir schaffen es in Rekordzeit zum Feierabendbier!!!!!!!!

Wir wandern also, unter den wüsten Beschimpfungen des Betreuers (wir erinnern uns an das zerschossene Routing)
und des Bandmanagers (der total Ausfall mit “Plopp”) in Richtung Backstage.

Als unser Blick bei der Verabschiedung auf den Kollegen mit dem Analogpult (er bestand im Rider darauf) fällt.

Dieser tauscht mit einem leichtem Grinsen noch 2 Inputmodule und behandelt 6 Potis mit Kontaktspray.
Packt dann seine Sachen und folgt, unter Lobeshymnen für den geilen Gig, eine halbe Stunde später.

Besser als Nix!

Ne keine Angst, dem reißerischen Titel folgen jetzt keine Hasstiraden oder wüste Beschimpfungen.
Besser als Nix, ist einfach ein junges frisches Festival in Geisenheim. Bei freiem Eintritt gibt s an den Rheinwiesen ein abwechslungsreiches Programm an 2 Tagen.
Nette Stände, ein professionelles und bemühtes Team sowie super Atmosphäre.
Das waren die groben Rahmenbedingungen für die Rockpilot Open-Air Premiere.
Mit neuen Songs im Gepäck waren die Jungs fest entschlossen den Rheingau zu rocken.

Trotz unerwarteter Luxusausstattung von tontechnischer Seite (PM5D, D&B Kuh und extra Monitormix), war das dann doch nicht der reine Regler hoch und fertig Job.
Die P.A. hing dann, vor allem in Verbindung mit der FoH-Position und dem Zelt auf Stirnhöhe darüber, doch eher Suboptimal.
Gut, da am FoH der Sound nicht wirklich zu beurteilen war, wurde es halt nen sportlicher Job.
Die Leute haben gefeiert, es hat ordentlich gerockt, trotzdem ne geile Nummer!

Wer die Chance hat die Rockpiloten zu bewundern, sollte sich die Show nicht entgehen lassen!

Models, es Hilde und aussichtsreiche Newcomer

Joa, wieder mal nen paar ereignissreiche Tage gestemmt.

Los gings am Donnerstag und Freitag mitm Landauer Laufsteg aufm Marktplatz.
Ein bunt gemischtes Programm, das die reine Modenschau gelungen aufpeppte.
Ein gut gelaunter Peter der gelungen durchs Programm geführt hat und interessante Showeinlagen bei der Modenschau.

Leider war das Wetter genauso gemischt wie das Programm. Was eine Scheiße!!!
Wir hatten alles von Regen(schwach bis stark), Wind, Sonne und Wolken. Quasi die 4 Jahreszeiten als kostenloses Bonusprogramm.
Tat aber dem Spaß der Besucher keinen Abbruch. Ein voller Erfolg!

Weiter gings dann mit einer kleinen und nicht weiter erwähnenswerten Veranstaltung mit Alice Hoffmann alias Hilde Becker/Vanessa Backes im Alten Kaufhaus.
Entspannte Veranstaltung nur leider zu unchristlichen Zeiten.

Nach einigen Kaffee und einer kurzen Pause dann ab nach Speyer in die 101. Mal schauen was dort auf mich wartete….

Nett JBL-Holz…das M7CL welches auch bei der Spider Murphy Gang in der Festhalle stand. Man kennt sich :D
Band angeschlappt gekommen, Mikros dran geklemmt und Feuer.
Schon beim Soundcheck war der Spaßfaktor extrem hoch, alles super Mukker und geile Musik.
Hat sich dann auch über den Abend so fortgesetzt!! Endlich mal wieder richtig abgehen am Pult.
Leider war zuwenig los, aber die Anwesenden haben kräftig abgefeiert.
Checkt mal Dikita es lohnt sich!

Cheers an’ good night!

Hüffelsheim,ein Kaff in Hessen, Ingelheim und Landau

So wenig Zeit für so viele Metropolen…naja machen wir das Beste draus und holen Hüffelsheim halt nach Landau.
Matthias Jung, aufstrebender Comedynachwuchs aus einem kleinem Kaff bei Bad Kreuznach.
Spannende Erzählungen vom Dorfleben und dem Kulturschock in der Großstadt.

Dann ein kurzer Zwischenstopp bei Ronald von Rockpilot, um mal die neuen Songs für die Sommersaison auszuchecken…Kinner da kommt was auf Euch zu!
Gibt richtig in die Fresse und auch ne Ohrwurmgarantie. Das macht richtig Laune und verspricht ein Highlight des Sommers zu werden!
Premiere in Geisenheim am 28.5!

Dann nochmal die Jungs von Diary Entries in Ingelheim aufm Friedrich-Ebert-Platz laut gemacht.
Spielfreudig wie immer, passende Musik zu dem geilen Wetter und die bekannten dummen Sprüche zwischen den Songs.
Die neue Setlist passt perfekt zum Sommer und es lohnt sich die Jungs zu sehen und hören.
Nächster Termin: Soundcheck im Weingut Luy in Schwabenheim am 21.5.

Und als Abschluss des Tages, statt Zelluloid auf Leinwand, Fleisch vom Grill!

Cheers!

2 Tagebucheinträge und ein paar Hänger

Ach herrlich ein musikalisches Wochenende findet seinen entspannten Abschluss bei Kaffee und Sonnenschein auf dem Balkon.

Begonnen hat die Odyssee im Irish Pub in Wiesbaden mit Diary Entries.
Kellerbar.
Kleines Besteck.
Wenig Platz.
Klassischer 4 Fader-Job.
Nette Kneipe, mit nettem Publikum das auch gerne mal AC/DC von ner Pop-Band hört….
Naja war lustig und hat verstärkt Lust auf die größeren Open-Airs gemacht und endlich mal wieder mehr als nen paar Gesangskanäle am Pult anliegen zu haben.

Nach einer kurzen Nacht die zu großen Teil auf der Autobahn mit dem Rückweg verbracht wurde gings dann Samstag um 12 Uhr in den heiligen Hallen der ehrwürdigen alten Dame in Landau weiter.
Wieder Diary Entries, diesmal das große Besteck. Rehearsal- und Recordingsession. Härtetest für die neue Hardware, den Raum und endlich mal kreativ werden. Das Setup für die großen Gigs steht jetzt, nochn paar kleine Verbesserung und ab gehts im Sommer!

Und zum krönenden Abschluss gabs dann in der Kreativfabrik schön auf die Fresse!
Die reifen Herren der Hängerbänd gäben sich im dunklem Keller die läute Ehre!
Rock ‘n’ Roll!
Geil wars!

Urlaubs gereift

Bevors ab Mai wieder richtig rund geht in der Open-Air Saison und der neuen Wirkungsstätte, hab ich mir einfach mal ein paar Tage Urlaub gegönnt.
War auch mal bitter nötig….

Erstes Ausflugsziel: Der Niederrhein
Eine entspannte Woche bei der ausgewanderten Lehramtsanwärterin und ihrer Kampfkatze. Danke nochmal für die Unterbringung und den netten Urlaub!
Erkenntnisse:
Krefeld hat einen der größten Flohmärkte.
Bei der Auswahl des Schnitzels sollte man sich nicht nur auf die Gewichtsangabe verlassen. Beilagen sind ebenfalls zu berücksichtigen.
Düsseldorf ist ne nervige Stadt. Mit nem gutem Plattenladen, einer wunderschönen Altstadt und exzellenten Fischbrötchen an der Rheinpromenade.
Erdbeerkäse und Fleisch enthalten keinen Zucker und sind deswegen gesünder als Obst.
Nijmegen ist ne hübsche Stadt in der für gute Kost stets gesorgt ist.
Das Wetter war der Knaller!

Zwischenstopp: Landau
Erkenntnisse:
Wir sind halt alle bekloppt und hinter alten Kinos lässt sichs super Grillen.

Zweites Ziel: Familydays in Esslingen
Erkenntnisse:
Burg ist nicht gleich Burg und Espresso nicht gleich Espresso.
Ostern hält immer wieder Überraschungen parat.
Schöne Altstadt und nette Parks.
Leckeres Eis.

So jetzt kanns wieder weiter gehen mit Rock ‘n’ Roll!